Samstag, 30. August 2014

Km3790: Turkey, Black Sea, Travzon

30. August 2014
Heute sind wir 8Stunden entlang der Schwarzen Meerküste 500km von Sinop nach Travzon gefahren. Einen Bericht schaffe ich heute nicht mehr zu schreiben. Werde das nachholen. Wir sind total geschafft!
Morgen wollen wir ca. 200km nach Georgien/Batumi weiterfahren.
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Heute den 1.September haben wir nach einem Relaxtag mit schönem Stadtspaziergang und türkischen Hammam im Hotel in Georgien/Batumi wieder Energie getankt.So kann ich unseren Reisebericht fortsetzen.
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Zurück nach Sinop den 30.August:
Dieser Tag des Sieges (Zafer Bayrami) ist ein besonderer für die türkische Nation. Der Sieg Atatürks gegen die Griechen im Jahre 1922.
In der Früh besichtigen wir die Stadt, die für diesen besonderen Feiertag mit einem roten Meer an türkischen Fahnen geschmückt ist und eine Militärparade zu bieten hat.













Unter dem Seldschukensultan Alaeddin Keyubat wurde die Festungsmauer errichtet und

die Büyük Cami Moschee 1270 

Im Innenhof treffen wir Anonymos..........











....in einem Nebentrakt die Gräber aus  dem15.Jh












Die Süleyman Revane Medresse aus 1262, die Jahrhunderte als Hochschule funktionierte, beherbergt heute Verkaufsbuden.

Sinop ist auch die Geburtsstadt des berühmten Philosophen Diogenes, der 413 v. Chr. geboren wurde.

Wir verlassen die Stadt Sinop, die auf einer langgezogenen Halbinsel angelegt wurde und vor allem türkische Touristen anzieht. In dieser Schwarzmeerregion in der Türkei sind kaum ausländische Touristen zu treffen.


Unser nächstes Ziel ist die Stadt Travzon. Wir erwarten eine lange Fahrt über eine einfache Küstenstrasse durch kleine verträumte Fischerdörfer.
Tatsächlich führt eine doppelspurige gut ausgebaute Schnellstrasse meist entlang der Küste direkt neben dem Meer entlang von dicht bewaldeten Bergen.



Trotz der Schnellstrasse brauchen wir wegen der Geschwindigkeitsbegrenzungen 8 Stunden für 500km, da die Trasse auch öfter mitten durch die Städte bzw. Dörfer schneidet. Zum Autofahren bequem, aber für die Stadt/Dorfstruktur und die Bewohner ein Desaster. In den Küstenstädten, die direkt am Meer liegen herrscht ein reger inländischer Tourismus mit vielen Hotels und neuerbauten Hochhäusern.




Unterwegs machen wir eine Kaffeepause am Meer, wo wir meine Kamelhaardecke, die ich schon seit meiner Jugendzeit habe, liegen lassen. Hoffentlich hat sich wenigstens die dort neben uns liegende Strassenhündin auf der vergessenen Decke bequem gemacht.

Gegen Abend kommen wir in Travzon an. Wir finden ein nicht besonders schönes Hotel, aber zum lange Suchen sind wir zu müde.

Blick von unserem Hotelzimmer












Travzon ist kein schöner Ferienort  (Die Schnellstrasse trennt die Stadt vom Meer), aber ein reger Besuchs- und Handelsort für Touristen aus den arabischen Ländern, Iran und Georgien.Unzählig viele Banken säumen die Strassen.

Freitag, 29. August 2014

Km3290: Turkey, Black Sea, Sinop

29. August 2014

Vormittags besichtigen wir nochmals ausgiebig Safranbolu

Das Cinci Hamam ist noch in Betrieb und kann daher nicht von innen fotographiert werden
Babykätzchen in der Schmuckvitrine

 Safranzubehörgeschäft












Kervansaray Cinci Han aus dem Jahre 1645






















Ich überrede Hosain eine Landstrasse nach Kasaba Köyü zu nehmen, die ist eine richtige einspurige ausgefahrene Strasse durch eine noch sehr naturbelassene Natur mit kleinen ärmlichen Dörfchen. Rauf und runter mit engen unübersichtlichen Kurven in denen wir Gott sei Dank nur wenigen Fahrzeugen begegnet sind. Atemraubend aber spannend.



Angekommen in Kasaba Köyü (10km von Kastamonu) werden wir mehr als belohnt. In einem sehr kleinen einfachen Dorf besuchen wir ein Kleinod seldschukischer Holzbaukunst, das in einem sehr schön gepflegten Garten steht. Die 1366 erbaute Mahmut Bey Camii  Moschee gilt als eine der schönsten Holzsäulenmoscheen in Anatolien mit Bemalungen, die noch im Original erhalten sind. Ein Dorfbewohner ist so freundlich und kommt um uns die Türe zu öffnen.
 Das Eingangstor mit wunderbarer Holzschnitzkunst
 Die Decke im hohen Gebetsraum
 Die Empore über dem Eingang
Decke unterhalb der Empore





Vor der Moschee werden die Kühe in den Stall getrieben













Die Suche nach unserem nächsten Ziel nahe dem Dorf Donalar ist nicht einfach. Die Beschilderung ist dürftig und die Strasse in schlechtem Zustand.

Unterwegs  treffen wir immer wieder auf Kuhherden.............












............Schäfer Hunde, Ziegen............




........ und einem sehr jugendlichen Traktorfahrer












Irgendwo am Ende des Dorfes Donalar zwischen Feldern und Felsen entdecken wir nach langer Suche das einsame phrygische Felsengrab von Kalekapi. Es führt kein Weg direkt dorthin und wir können nur von weitem dieses Grab aus dem 5.Jh.v.Chr. bewundern. Die reich gegliederte Giebelfassade ist aus Ornamenten aus persischer und griechischer Zeit geschmückt.


Einige km vor Sinop in ca. 1200m Höhe werden wir von Nebelwolken, Regen und einer Temperatur von16°C begleitet.......















....... und in Sinop wieder einmal von Atatürk empfangen















Der Blick von unserem Zimmer im schönen Hotel Vira, das direkt an einem Hang am Meer gelegenen ist

Donnerstag, 28. August 2014

Km2930: Turkey, Black Sea Region, Safranbolu

28. August 2014
Was für ein interessanter Tag heute.
Die Route geht Richtung Sinop ans Schwarzen Meer mit Zwischenstop in Safranbolu, wo es uns so gut gefällt, dass wir dort übernachten wollen.
Zuerst geht es über eine sehr gut ausgebaute 3-spurige Autobahn mit guter Beschilderung zügig bis Gerenge mit der Aussicht danach längere Zeit über eine schmale Strasse ins "Hinterland" der Türkei zu fahren. Wir sind überrascht eine weiterführende 2-spurige Schnellstrasse bis Safranbolu vorzufinden und sind so schneller am Ziel als gedacht.


Safranbolu, ein Städtchen in den westlichen Ausläufern des Pontischen Gebirges liegt an einer Nebenroute der Seidenstrasse ist bekannt für seine frühere Safranprouktion. Vor 1923 waren ca. ein Drittel der Bevölerung Griechen. Seit den 1980er Jahren werden die Häuser restauriert und die gesamte Altstadt ist in der Liste der UNESCO Weltkulturerbe. Viele restaurierte Häuser ""Konak" werden als Hotels geführt.




Eine Auslage mit türkischen Süsswaren












 Unser Hotel "Demir Kapi Konak" war ursprünglich eine kleine Kirche, die nachdem eine grosse Kirche (danach eine Moschee) in der Nähe erbaut wurde in ein Priesterwohnhaus umgebaut wurde.

 Der ehemalige Kirchenbereich 













Der obere Wohnraum












 Unser Zimmer










 
 Vor dem Hotel begrüssen uns zwei alte Damen neugierig













Wir erfahren, dass nur 10km nördlich eine grosse Tropfsteinhöhle "Bulak Magarasi" zu besichtigen ist, umgeben von einer herrlichen Berglandschaft.






Einige wenige km weiter gibt es eine Glasplattform die weit über einen Canyon gebaut wurde "Kristal Teras"




Abends auf einem Platz wird ein Fussballspiel Live übertragen. Die zahlreichen türkischen Fahnen, die überall im Land oft riesengross positioniert sind, und ein Denkmal von Atatürk dürfen nicht fehlen.