Am Weg von Kashan nach Naiin machen wir einen Abstecher in das Bergdorf Abyaneh am Fusse des Karkas Gebirges (3899m), welches mit rotem Lehmziegel vor mehr als 1500 Jahren erbaut wurde.
Es ist Freitag und unten im Dorf tummeln sich viele - vor allem - iranische Touristen. Wir nehmen den Pfad durch den oberen Dorfbereich, der abseits der Touristenroute liegt.
Dieser Schäfer, dem wir bereits am Parkplatz begegnet sind treibt seine Ziegen vom saftig grünen Tal ins obere Dorf......
.............. wir folgen ihm
Im unteren Dorfbereich lassen wir uns vom Touristenstrom zurücktreiben
Die zwei jungen Damen möchten unbedingt ein Foto mit uns vier Ausländern machen................
.......und wir fotografieren ihre lustige Reisegruppe
Im Hof dieser Moschee spenden sehr alte Rebenstöcke Schatten
Die Bilder der im Iran-Irak Krieg gefallenen Märtyrer findet man überall im Land, wie auch in einer Nische dieser Moschee
Nur noch wenige Frauen tragen die blumige Tracht dieser Gegend
Dieser Junge ist ohne seiner Familie Bescheid zu geben von dem Nachbardorf nach Abyaneh gelaufen. Sein Vater findet ihn nach stundenlanger Suche und möchte ihn hart bestrafen. Wir und die zwei Frauen versuchen zu vermitteln.
Diese Familie beendet - wie auch wir - ihren Besuch in Abyaneh und fährt hochbeladen ab.
Abends kommen wir in Naiin an. Leider gibt es keine freien Zimmerfür uns im Hotel Gahan Gardi, welches einer staatlichen Hotelkette angehört, deren Häuser in den 70er Jahren gebaut wurden, einfach aber sauber sind.
Wir finden ein Hotel am Stadtrand - nicht besonders schön, aber sauber - wo abends eine Hochzeitsfeier stattfindet. Wir werden sofort zu der Hochzeitsfeier eingeladen. Im Iran ist es üblich, wenn die Hochzeit in einem öffentlichen Gebäude stattfindet (z.B. Hotel), dass Frauen und Männer getrennt feiern, so gehen Christine und ich in den Salon der Frauen, wo die weiblichen Gäste und die Braut ausgelassen tanzen - die meisten schick und ohne Kopftuch - während Günter und Hosain zu den feiernden Männern in den Garten gehen. Ich werde freundlich gebeten die Damen nicht zu fotografieren, da sie nicht "bedeckt" sind. So kann ich hier nur die Fotos der Männer zeigen (neben Günter und Hosain der Bräutigam). Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir müde und verabschieden uns bald von dieser Hochzeitsgesellschaft.
Am nächsten Morgen besuchen wir die Moschee von Naiin - Masjed-e Jameh aus dem 10./11.Jh. Eine der ersten Moscheen im Iran.
Sehr schön die Stuckarbeiten der Säulen, die alle unterschiedlich sind
Der original erhaltene aus Holz feingeschnitzte Mambar
Bemerkenswert die unterirdischen Gebetsräume, die in den heissen Sommermonaten Schutz vor der Hitze bieten
Noch tiefer als die unterirdischen Gebetsräume ist ein künstlicher Wasserkanal mit Wasserentnahmestelle, der weitverzweigt unter der Stadt Naiin verläuft und noch bis vor ca. 30 Jahren in Betrieb war
Neben der Moschee Ruinen .................
..................sowie das bereits renovierte Wohnhaus Birnjian
In diesem zu einem Museum umfunktionierte Wohnhaus hat dieser Tuchweber seine kleine Werkstatt, die da sehr versteckt wenig besucht wird. Ich habe ihm versprochen, dass ich seinen Standplatz veröffentliche. Also, falls jemand von euch einmal dorthin findet, dann kauft ihm bitte ein Tuch ab.
Herr Mohamed ein Tourguide in Naiin hat uns die Moschee und das Birnjian Wohnhaus gezeigt und uns ausführlich und professionel deren Geschichte erzählt. Zum Abschluss zeigt er uns noch einen der berühmten Naiinteppiche, angeblich von seiner Frau geknüpft.
(seine mailadresse: local_g1999@yahoo.com)
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